Bemerkenswert

Strahlender Sonnenschein und wolkenlose Hochdruckgebiete erfreuen fast jeden Menschen. Wenn aber die Außentemperatur steigt und steigt, wird das anfängliche Hochgefühl immer mehr zur Belastung. Der menschliche Körper will und muss Wärme ableiten können, um sich wohlzufühlen. Je geringer die Differenz zwischen der Körpertemperatur und der Umgebung wird, desto unwohler fühlt er sich. In extremen Hitzeperioden braucht der Organismus praktische Unterstützung. Um bei den alltäglichen Aufgaben und Verrichtungen nicht zu sehr ins Schwitzen zu kommen, hilft das Berücksichtigen folgender drei Aspekte:

-Aufenthaltsort beeinflussen
Biologische Körperfunktionen beeinflussen
-Aktivität und Verhalten anpassen

Mit der Hitze zuhause in der Wohnung umgehen

Vermeintliche Kleinigkeiten haben großen Einfluss

Privater Wohnraum ist in erster Linie dazu da, sich wohlzufühlen und Energie zu tanken. Wenn im Hochsommer die Luft im Schlafzimmer steht, die Küche bei ausgeschaltetem Herd kocht und jeder Windhauch wie eine Offenbarung empfunden wird, wird es Zeit, Maßnahmen zum Abkühlen zu ergreifen. Schon vermeintliche Kleinigkeiten haben großen Einfluss. Beschattete Fenster halten die aufheizenden Sonnenstrahlen fern. Luftaustausch und Lüftung zum richtigen Zeitpunkt und im idealen Maß sorgen für Wärmeabtransport und direkte Kühlung. Das wohlüberlegte Dosieren der körperlichen Aktivität, auch bei Haushaltsarbeiten, spart dem Körper erschöpfende Höchstleistungen. Eine leichte und der Hitze angepasste Ernährung kühlt und schont gleichermaßen. 

Körper kühlen und gesund erhalten

Kalte und eiskalte Getränke kühlen Körper zusätzlich

Der menschliche Körper ist die genialste Maschine, die es gibt. Er gleicht aus, reagiert, reguliert und funktioniert in fast jeder Situation perfekt. Um ihm seine Tätigkeit zu erleichtern, ist es hilfreich, keine „Nebenkriegsschauplätze“ zu eröffnen, während der Organismus mit Kühlung und Schonung beschäftigt ist. Schweres Essen erhöht die Betriebstemperatur zusätzlich. Alkohol muss abgebaut werden, kalte und eiskalte Getränke mittels Schwitzen verarbeitet werden. Das größte Organ, die Haut, ist bei Hitze mit am stärksten zu Höchstleistungen aufgerufen. Wärme ableitende Aktionen wie ein Fußbad, eine kalte Kompresse und provozierte Verdunstungskälte durch ätherische Öle kühlen Haut und Körper zusätzlich.

Räume und Wohntechnik anpassen

Schatten schafft geringere Luftaufwärmung

Fenster gehören zu den entscheidenden Einfallsorten für Aufheizung und Hitze in den Räumen. Zwei Faktoren beeinflussen die gefühlte und tatsächliche Innentemperatur wesentlich. Schatten schafft geringere Luftaufwärmung und Luftzug kühlt die Körper der Bewohner. Schon wenige Minuten können über den Aufheizeffekt eines ganzen Tages entscheiden. Ein Sonnenschutz für Fenster sollte an den richtigen Stellen angebracht werden und in den richtigen Momenten eingesetzt werden. Reflektierende Materialien sperren die Sonnenstrahlen aus. Die meist kühlere Nacht- und Morgenluft wird durch zeitlich zielgerichtetes Lüften in die Räume geleitet. Decken- und Standventilatoren sorgen für kühlende Brisen, die vor der Sonne geschützt das Raumklima verbessern.

Zehn Tipps gegen die Hitze in der Wohnung

Sommerhitze bei der Arbeit im Büro reduzieren

Im Büro ist das Abkühlen nur beschränkt möglich

Während der Arbeitszeit ist Sommerhitze lästig und erschöpft trotz geringer körperlicher Anstrengung den Geist immens. Im Büro ist das Abkühlen nur beschränkter möglich als im eigenen Heim, da naturgemäß Kollegen und Chefs mit eigenen Ansichten und Temperaturempfinden anwesend sind. Mit einigen kleinen Maßnahmen, die fast in jedem Fall im Büro umsetzbar sind, kann jeder Schwitzende für Abkühlung und Linderung sorgen. Mobile Hilfsmittel passen in jede Schublade und können immer wieder zwischendurch angewendet werden. Im Mittelpunkt steht dabei der körperliche Wärmeabtransport durch die Haut.

Arbeitsumfeld gemeinsam organisieren

Abkühlen im Büro hängt stark von der Bürogemeinschaft und der Büroorganisation ab.

Ob und in wieweit Hilfsmittel zum Abkühlen im Büro einsetzbar sind, hängt stark von der Bürogemeinschaft und der Büroorganisation ab. In Absprache ist es vielleicht möglich, Standventilatoren aufzustellen, sofern dadurch keine Papiere vom Wegfliegen bedroht werden. Als lokale Alternative lassen sich kleine Tischventilatoren aufstellen, die es beispielsweise auch mit einem USB-Anschluss am Computer antreiben lassen. Natürlich sollten auch die Tipps zur Ernährung und zu Genussmitteln zuhause im Büro angewendet werden. 

Fünf Tipps gegen die Hitze im Büro

Sommerhitze auf der Straße

Kleidung und auch kleine Gegenstände schützen vor Überhitzung bis hin zum Hitzschlag

Auch wenn die Sommerhitze Straßen gelegentlich wie ausgestorben wirken lässt, ist das Bewegen darauf oft nicht vermeidbar. In Häuserschluchten können einer Sauna ähnliche Temperaturen entstehen. Um sich vor Überhitzung bis hin zum Hitzschlag zu schützen, helfen neben dem langsamen Bewegen, der richtigen Kleidung auch kleine mitgebrachte Gegenstände und Maßnahmen. 

Asphaltglut und Schattenlauf

Asphalt und schwarze Platten können sich stark aufheizen

Südländer und Tropenbewohner haben ein automatisches Verhalten, wenn die Sommerhitze auf der Straße flirrt. Sie nehmen jeden Schattenwurf mit, der sich anbietet. Wer in aufgeheizten Straßenzügen unterwegs ist, sollte sich nicht an der kürzesten, sondern an der schattigsten Strecke orientieren. Nicht zu unterschätzen ist die Farbe des Gehwegs und des Untergrunds. Direkt von der Sonne beschienener Asphalt und schwarze Platten können sich so stark aufheizen, dass sich geklebte Schuhsohlen lösen können. 

Fünf Tipps gegen die Hitze auf der Straße


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Fünf Tipps gegen die Hitze auf der Straße

Damit die Sommerhitze die Mobilität nicht bremst, helfen folgende Tipps auch draußen:

1. Hut aufsetzen
Eine Kopfbedeckung schützt das wichtigste Körperteil, den Kopf. Idealerweise besteht der Hut aus hellem Material und hat eine Krempe, die auch Gesicht und Nacken schützt.
2. Funktionskleidung tragen
Spezielle atmungsaktive Funktionskleidung und Unterwäsche hilft auch auf der Straße, um „gesünder“ zu schwitzen.
3. Fächer bei sich tragen
Luftbewegung und Luftzug sind angenehm, kühlen und erhöhen die Sauerstoffzufuhr. Ein Fächer zum Auffalten oder in Blattform ist klein, leicht und jederzeit mitführbar.
4. Eincremen nicht vergessen
UV-Strahlung verbrennt die Haut schon nach wenigen Minuten.
5. Viel trinken
Wenn der Straßenaufenthalt länger als fünf Minuten dauert, ist eine Wasserflasche als Proviant der ideale ständige Begleiter.


Fünf Tipps gegen die Hitze im Büro

Folgende fünf Tipps machen die Büroarbeit in der Sommerhitze erträglicher:

1. Richtige Kleidung

Im Rahmen der Bürokleiderordnung lassen sich immer auch lockere Kleidungsstücke finden. „Anstrengende“ Kleidung wie enge Hosen und hohe Schuhe vermeiden.
2. Frische aus der Sprühflasche
Kalter grüner Tee kühlt das Gesicht hervorragend. Immer mal wieder das Gesicht einsprühen und mit einem bereitgehaltenen weichen Lappen trocknen.
3. Arme und Hände zwischendurch kühlen
Je nach örtlicher und organisatorischer Gegebenheit im Waschraum kaltes Wasser über Arme und Hände laufen lassen. Im Eisfach gekühlte Tücher können am Platz benutzt werden.
4. Pausen einlegen
Jeder Körper leistet bei Hitze Schwerstarbeit. Schon einfaches Aufstehen und kurz „um die Ecke“ gehen hilft dem Organismus und Stoffwechsel. 
5. Menthol zur Körperkühlung
Ätherische Öle wie Menthol und Chinaöl kühlen, wenn Sie punktuell auf Gelenke und Schläfen aufgetupft werden.


Zehn Tipps gegen die Hitze in der Wohnung

Mit den folgenden zehn Tipps lässt sich die Sommerhitze in der Wohnung im Zaum halten und die Lebensqualität auch im Hochsommer deutlich steigern:

1. Richtig lüften
Vor Sonneneinstrahlung intensiv und möglichst mit Durchzug stoßlüften. Rollläden, Türen und Vorhänge öffnen.
2. Sonnenschutz für Fenster anbringen
Leicht bedienbaren Sonnenschutz montieren und vor dem ersten Sonnenstrahl schließen. Reflektierende Materialien wie Rollos aus Aluminium schützen besser als Stoff. 
3. Lüfter und Ventilatoren anschaffen
An strategisch günstigen Stellen (Raumecken) Standventilatoren aufstellen, Deckenventilator montieren und richtig herum drehen lassen (Zirkulation ab- oder aufwärts)
4. Wärme entwickelnde Quellen abschalten
Wenn nicht sowieso aus Energiespargründen schon erledigt, alle Geräte mit Standby-Funktion und Lampen vollkommen von der Stromzufuhr trennen. 
5. Vorteilhafte Kleidung tragen
Naturfasern wie Baumwolle, Leinen und Seide atmen am besten. Wallende Kleidung mit Luft zur Haut kühlen am stärksten.
6. Die richtige Menge essen und trinken
In den Zeiten höchster Temperaturen (Mittag und Nachmittag) nur kleine Mengen essen. Größere Mahlzeiten auf Tagesrandzeiten legen. 
7. Das Richtige essen und trinken
Kühle Speisen bevorzugen, Getränke lau- oder zimmerwarm trinken, schwere Speisen und stark zuckerhaltige Speisen (Eis) meiden.
8. Körperaktivität anpassen
Anstrengende Tätigkeiten unterlassen oder auf Tagesrandzeiten und nachts legen. Wenn möglich, Erschöpfung sofort mit Ausruhen begegnen (Siesta, Mittagsschlaf).
9. Haut und Körper kühlen
Ein kaltes Fußbad hilft dem Körper, die Hitze abzuleiten. Kalte Wickel und Umschläge, gegebenenfalls mit Eiswürfeln gefüllt, auflegen. Lauwarm duschen oder baden.
10. Genussmittel dosieren
Den Konsum von Alkohol und Kaffee möglichst einschränken oder ganz unterlassen.